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Montag, 25. April 2016 - 21:06 Uhr

Beschränkt Eure Kommandos auf das absolute Minimum!

Wir haben keine Ahnung woher die Empfehlung stammt, aber uns ist ganz neu zu Ohren gekommen, dass man für jede Seite auf der die Kommandos ausgeführt werden sollen immer verschiedene Begriffe verwenden muss.

Also wenn links Sitz heißt, dann muss das Setzen auf der rechten Seite anders heißen.
Oder man soll sagen links Sitz oder rechts Sitz.

Um die Verwirrung nun noch richtig bunt zu machen, sagen wir: Jein.

Wenn Ihr vom Hund verlangt ordentlich an der lockeren Leine zu gehen, dann nehmt bitte für links und rechts unterschiedliche Kommandos. Ihr werdet irgendwann nämlich die Hände voll haben und dann keine körperliche Hilfestellung geben. Sagt Ihr dann einfach "Fuß", wird der Hund auf die von ihm bevorzugte Seite gehen. Habt Ihr aber gedanklich die andere Seite gemeint, gibt es Ärger.

Beim Sitzen oder Liegen muss man das nicht, da es statische Kommandos sind. Der Hund muss allerdings lernen, dass er sich auch dann noch hinlegen kann, wenn der Mensch nicht mehr vor ihm, sondern links /rechts neben ihm steht. Genauso muss der Hund erst noch lernen, dass der Mensch sich vom liegenden Hund entfernt, wieder zurück kommt, am Vierbeiner vorbei geht und der Hund trotzdem liegen bleibt

Tut Euch selbst bitte einen Gefallen und verwendet auch nicht so viele verschiedene Kommandos für das Zurück rufen des Hundes. Es macht überhaupt keinen Sinn, wenn Ihr "Fahrrad!Komm" ruft damit der Hund angeblich weiß er muss zurück kommen weil ein Radfahrer kommt. Was ist, wenn Ihr einfach so "Komm" ruft weil Ihr nicht wollt, dass der Hund von einem verdächtigen Stück Fleisch weg gehen soll. Dann muss der Hund nicht schnell kommen? Ruft Ihr dann "Gift / Fleisch, Komm" obwohl es das erste Mal ist, dass Euch so eine Situation passiert?


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Mittwoch, 13. April 2016 - 11:44 Uhr

Du bist nicht Du wenn Du hungrig bist!

Wir alle kennen die Schokoriegelwerbung mit dem Slogen "Du bist nicht Du wenn Du hungrig bist!"

Auch Hunde könnten bei Hunger zur Diva werden.

Wer mit einem hungrigen Hund üben will, der wird sehr schnell eines merken: Zähne.

Wir reden jetzt nicht von verfressenen Retrievern, die sich eine Zusatzportion verdienen möchten.
Wir reden nicht von Hunden, die wegen Übelkeit und Erbrechen eine Futterpause von 12 Stunden hatten.

Wir reden hier von Hunden, die aufgrund von Wachstumsphasen einem die Haut von den Händen ziehen während sie das Stück Futter zwischen ihren Zähnen spüren.

Wir reden hier von Hunden, die richtig schlechte Laune haben sobald sie zu viel Hunger verspüren.

Ja, in der Hundeschule MysteryDog bekommen Kunden regelmäßig gesagt, dass sie ihren Hunden den gefüllten Futternapf weg nehmen sollen sobald der Hund diesen 5 Minuten
achtlos hat in der Ecke stehen gelassen.
Ja, bei unkooperativen Hunden verordnen wir die Handfütterung, wenn nötig sogar während dem Spaziergang und ansonsten gibt es überhaupt nix in den Napf.

Das ist aber nicht gleichwertig mit einem richtig hungrigen Hund. Die wirklich hungrigen Hunde sind nämlich mega schlecht gelaunt, die schlingen runter was sie auch nur kriegen können und gehen über Leichen wenn sie Futter auch nur in atomarer Größe riechen können.

Ihr könnt nur dann erfolgreich mit Eurem Hund üben, wenn der Vierbeiner ein bißchen Hunger hat! Die grundlegenden Bedürfnisse müssen also im Wesentlichen abgedeckt sein.
Wenn Euer Hund durstig ist, dann darf er sich in Wasser legen und so viel trinken wie er benötigt!

Wenn Euer Hund müde ist, dann packt ihn ins Auto und fahrt nach Hause! Ihr werdet nur schlechte Laune bekommen und wahnsinnig enttäuscht sein weil der Vierbeiner sich nicht konzentrieren kann.

Wenn Euer Hund zu hungrig ist, dann füttert ihm eine kleine Portion und probiert es eine Stunde später nochmal.


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Hundezentrum Nguyen ♦ Bianca Nguyen-Ott ♦ Hirschbachweg 53 ♦ 64846 Groß-Zimmern

Tel.: 0176-47338772 ♦ Email: info (at) hundezentrum-nguyen.de