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Montag, 30. Mai 2016 - 19:06 Uhr

Wenn Welpen wissen was sie wollen.

Mit Wunden an den Händen kommen Kunden in die Erziehungsstunde und auf die Frage, was der süße kleine Welpe denn angestellt hätte, wird immer beschwichtigt "Der hat nicht gewusst, dass es mir weh tut." oder "Der wollte mich nicht verletzten, der weiß ja gar nicht was er da tut."

Wenn dann ein Hundetrainer sehr verwirrt und entsetzt aussieht, liegt es daran, dass die Vorstellung des Menschen sehr weit von dem entfernt ist was Hunde tatsächlich können.

Welpen werden viel zu häufig unterschätzt und auch bei Hundetrainern wird oft das alte Märchen erzählt, dass man für die Welpen kein Wissen braucht um die zu erziehen.

In Wahrheit ist es umgekehrt.... Gerade für die Welpen benötigt man das meiste Wissen, denn schon nach 2 Versuchen kann sich ein Verhalten etablieren. 

So züchtet man sich ein kleines Monster heran indem der Welpe öfters damit Erfolg hat mittels Knurren, Zähne zeigen, Schnappen oder sogar verletzten seinen Willen zu bekommen.

Die Krater und Schrunden in den Händen sollte man dann nicht einfach abtun. Welpen wissen sehr wohl wie weit sie gehen können, sie haben vor dem Umzug in ihre Familie bereits in den ersten 8 Lebenswochen Erfahrungen im Umgang mit ihrer ersten Familie gemacht. Wenn ein Welpe nicht möchte, dass ein anderes Familienmitglied ihn aus dem Mittagsschlaf reißt, dann zeigt er ganz bewusst die Zähne. 

Auch sich zurück fallen lassen, von hinten Anlauf nehmen um dann mit einem Hechtsprung an die Hand von Frauchen oder Herrchen zu kommen und mit den Zähnen in der Handfläche hängen zu bleiben ist nicht aus Versehen passiert. Das kleine Knäul weiß sehr wohl was es da tut. 

Hätte der Hund nicht gewollt, dass man sich verletzt, hätte er diesen "Angriff" nicht gestartet.


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Montag, 23. Mai 2016 - 18:04 Uhr

Kein Training mit schlechter Laune!

Das ärgerliche am Ärger ist, dass man sich schadet, ohne anderen zu nutzen. (Kurt Tucholsky)

 

Mit schlechter Laune übt es sich miserabel.

Für uns Menschen ist es völlig normal unterschiedliche Stimmungen zu gaben. Leider bedenken Kunden kaum, dass sich ihre Gemütsverfassung auf den Hund auswirkt und dessen Verhalten steuert.

Wenn Ihr einen schlechten Tag hattet, trainiert bitte nicht mit dem Hund solange Ihr den Ärger noch nicht abgelegt habt.
Denn mit schlechter Laune fällt man ungerechte Entscheidungen, fährt schnell aus der Haut sobald etwas nicht auf Anhieb klappt und man ist immer frustrierter.

Lasst die Probleme und die Last des Alltags hinter Euch bevor Ihr Euch mit dem Hund beschäftigt!


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Montag, 9. Mai 2016 - 19:09 Uhr

Angstphase beim Junghund

Dieser blöde Hund bellt ständig und hört einfach nicht auf.

So ähnlich sind die Hilferufe von Hundebesitzern, die gerade einen Junghund im Alter von 5 bis 8 Monaten besitzen.

Die erste Gegenfrage ist: In welcher Tonlage bellt der Vierbeiner?

Zur Auswahl stehen folgende Möglichkeiten :
- Eher tiefe Tonlage, bedrohlich und der Hund will jemanden vertreiben,
- ist es ein Meckerton weil ein Verbot ausgesprochen wurde oder
- ist es Unsicherheit?

Auch wenn viele es nicht glauben wollen, ein unsicherer Hund drückt über Bellen sein Unwohlsein aus. Hunde, die unsicher bis ängstlich sind, rennen nicht immer weg.

Gerade bei Junghunden, die kürzlich die Zahnung beendet haben, tritt eine Angstphase auf in der alltägliche Gegenstände, Gerüche oder Personen den Vierbeiner verunsichern und Bellen hervorrufen.
Ein normaler Pinsel hat unseren Bond aus der Bahn geworfen. Dieses Monster liegt einfach auf dem Tisch und stinkt die Wohnung mit seinem fremden Geruch voll.

UNERHÖRT! RAUS AUS UNSERER WOHNUNG!

Haben wir den Pinsel bewegt, ist die Unsicherheit in Angst gekippt und das Bellen wird dabei schlimmer bis hin zum Scheinangriff.
Nur durch spezielle angstabbauende Übungen konnten wir die Angst sofort beseitigen und müssen jetzt sogar aufpassen, dass unser Frechdachs nicht das widerspenstige borstige Monster mopst um den Pinsel mit Wonne in die Luft zu schleudern und es mit einem Hechtsprung noch im Aufwärtsflug zu fangen.


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Montag, 2. Mai 2016 - 16:15 Uhr

Die Fahrrad-Saison hat begonnen!

Endlich sind die Temperaturen angenehm um nicht mehr eingepackt wie ein Michelin-Männchen herum laufen zu müssen. Das lockt uns alle nach draußen und jeder will seine Vorstellung von entspanntem Spaziergang verwirklichen.

Während manche Hunde während der Setz- und Brutzeit an der Flexi- oder Schleppleine geführt werden, wird anderen Hunden dem Laufbedürfnis nach gegeben indem sie angeleint neben dem Fahrrad geführt werden.

Doch leider schätzen viele Leute ihre Hunde falsch ein oder möchten schlichtweg keine Grenze setzen. So ist es uns mehrfach passiert, dass trotz Verlangsamung unseres Tempos andere Hunde viel zu nah ran kommen dürfen und dann ein Konflikt entsteht.

Nein, unsere Zookie wird nicht dafür bestraft, dass sie einen anderen Hund weg knurrt und sich mit Scheinattacken Freiraum verschaffen muss.

Es ist ehrlich gesagt eine Zumutung für den radfahrenden Hundebesitzer wenn Eigentümer von "Tunixen", "Willdochnurmalschnüffeln" und "Meinerwillnurspielen" ihre Hunde nicht maßregeln, nicht am Rand fest halten oder nicht verbieten den trabenden Hund zu behelligen.

Zookie wurde "nur" 3 Mal bedrängt und verfolgt. Doch es waren unnötige Erfahrungen, die dazu geführt haben, dass unser kleiner Border Collie nun grundsätzlich zähnefletschend an fremden Hunden vorbei trabt während sie neben dem Fahrrad läuft. Dafür wird sie nicht gemaßregelt, denn es ist ihr gutes Recht ausdrücklich zu zeigen, dass sie keinen Kontakt will.

Es kann nicht nur eine Beißerei zwischen den Hunden entstehen wenn Kontakt zwischen den Tieren entsteht. Hat auch schon mal jemand auf den Menschen AUF DEM FAHRRAD gedacht? Diese Person kann einen lebenseinschneidenden Unfall erleiden! Ein Flug über den Lenker geht in den seltensten Fällen glimpflich aus. Springt ein Hund ins Fahrrad, können die Radfahrer ebenfalls schwer verletzt werden.

Es sind sehr einfache Verhaltensregeln mit denen das Miteinander total unkompliziert und ohne Auseinandersetzung von Statten gehen kann:

- Grundsätzlich die Hunde zurück rufen, anleinen und an der dem Fahrrad und dessen Hund abgewandten Seite warten lassen
- Den eigenen Hund erst wieder ableinen, wenn der Radfahrer und sein Hund entweder außer Sicht sind oder der eigene Vierbeiner kein Interesse mehr an dem radfahrenden Gespann zeigt.
- Die Aufmerksamkeit nicht auf den Radfahrer und dessen Hund lenken indem man noch sagt "ach guck mal wer da kommt! Das machen die ja toll!"
- Schaut zu Eurem Hund anstatt zum Radfahrer! Wenn Ihr den Radfahrer und dessen Vierbeiner anseht, bekommt Ihr nicht mit was Euer Hund macht.... pöbelt mit Blicken / Körperhaltung oder reißt Euch gleich mittels Hechtsprung nach vorne.


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Hundezentrum Nguyen ♦ Bianca Nguyen-Ott ♦ Hirschbachweg 53 ♦ 64846 Groß-Zimmern

Tel.: 0176-47338772 ♦ Email: info (at) hundezentrum-nguyen.de