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Donnerstag, 30. März 2017 - 09:51 Uhr

Aus dem Zusammen leben mit einem Welpen....

Eine stets stylish eingerichtete und super aufgeräumte Wohnung à la Zeitschrift kann man sich mit einem Welpen erstmal abschminken.

 

Ein Hund ist kein Dekoobjekt, daher muss man damit rechnen, dass der Welpe seine Kuscheldecke als Spielobjekt missbraucht und im Eifer des Gefechts Sachen verschiebt, etwas umfällt und vielleicht auch etwas zu Bruch geht.

 

Man muss auch nicht von der Tarantel gestochen aufspringen und auf jede Spielaufforderung des Welpen ein gehen. Ein Welpe sollte nicht lernen, dass er seine Besitzer jederzeit als Kaugummi- oder Spielautomat benutzen kann.

 

Lasst die Welpen auch mal in Ruhe damit sie ihre Umwelt spielerisch allein erkunden können.Es reicht sie aus dem Augenwinkel zu beobachten!


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Dienstag, 21. März 2017 - 07:16 Uhr

Ich brauche unbedingt einen zweiten Hund!

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Während dem Spaziergang mit Hund trifft man allerhand Leute, die die unterschiedlichsten Gerüchte und mal sinnvolle oder auch sinnlose Thesen verbreiten.

 

So passierte es uns vor kurzer Zeit, dass wir an einer Frau mit einer jungen Schäferhund-Mix-Hündin vorbei gehen mussten.

Die arme Frau war sichtlich damit überfordert ihren Hund unter Kontrolle zu behalten während wir näher kamen. Der fremde Hund indessen wollte unbedingt in der Wegmitte bleiben und sich nicht zur Seite ziehen lassen um uns vorbei zu lassen.

 

Als wir fast auf gleicher Höhe waren, hörten wir von der Frau "Ach, Ihre Hunde sind ja so brav. Ich brauche auch unbedingt einen zweiten Hund damit das mit ihr besser funktioniert."

Mit fassungslosem Gesichtsausdruck musste ich zu der Dame rüber schauen, denn ich konnte meinen Ohren nicht trauen! Wie ein Maschinengewehr erzählte sie weiter "Meine liebt andere Hunde so sehr, die will immer mit ihnen spielen, da habe ich gar keine Chance, die hört dann einfach nicht. Mit einem zweiten Hund wird das ja alles anders."

 

Am liebsten möchte man in dieser Situation schreien "NEIN!!!!!! Bloß keinen zweiten Hund!!!! Dann haben Sie das Problem doppelt so schlimm!!!!" 

 

Warum? Dafür haben wir mehrere Begründungen:

 

Das Problem ist nicht, dass der Hund mit anderen Hunden spielen will. Das Problem ist, dass der Hund kein Interesse an seinen Besitzern hat!

 

Das Problem ist, dass der Hund seinen Besitzern die kalte Schulter zeigt und die Menschen dann einfach aufgeben ein erwünschtes Verhalten einzufordern.

 

Das Problem ist, dass die Besitzer die herablassende bis ignorante Umgangsweise des Hundes mit dem Menschen herunterspielen und verniedlichen.

 

Das Problem ist, wenn der vorhandene Hund schon nicht hört wenn ein fremder Artgenosse am Horizont erscheint, wieso sollte er dann plötzlich besser hören wenn er permanent einen tollen Spielbuddy zur Verfügung hat?

 

Das Problem ist, dass die Beziehung zum Menschen noch schlechter wird wenn es mehr Hunde werden.

 

Das Problem ist, dass Hunde sich in der Kommunikation wesentlich besser verstehen als mit Menschen. Daher werden sich Hunde immer viel stärker an einander binden als an ihre Besitzer.

 

Das Problem ist, das Leben wird nicht einfacher mit einem weiteren Hund sondern schwieriger!

 

Es sieht immer sehr einfach und harmonisch aus, wenn wir mit einem Rudel unterwegs sind. Aber DAS haben wir uns mit den Hunden erarbeitet. Jeder Hund hat seine eigene Qualitätszeit mit uns Menschen, jeder Hund hat einen genau definierten Regelkatalog... Ja, richtig gelesen... RegelKATALOG.

 

In diesem Regelkatalog ist zum Beispiel enthalten: 

- Wenn Du Deine Aufmerksamkeit nicht auf Deinen Menschen richtest, verschwindet er von der Bildfläche

- Andere Menschen spielen keine Rolle

- Andere Hunde spielen keine Rolle

- Dein Mensch ist das wichtigste und tollste in Deinem Leben

 

 

Wenn solche Dinge schon bei einem Einzelhund nicht stimmen, dann sollte man gar nicht erst darüber nachdenken einen weiteren Hund anzuschaffen!

 


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Samstag, 18. März 2017 - 12:12 Uhr

Wofür der Anti-Giftköder-Kurs auch gut ist...

Achtung wenn ein ordentlich ausgebreitetes Taschentuch am Wegrand liegt!

Nein, es handelt sich nicht um einen Giftköder!

Unter diesem Taschentuch liegt für manche Hunde das weltbeste Leckerli ... Kot... von einem Menschen.

Auch dies ist eine Übungssituation und Ihr solltet genau das anwenden, das wir im Anti-Giftköder-Kurs gelernt haben!

Geht nicht einfach so drauf zu!
Sobald Euer Hund kleine Anzeichen zeigen, die auch noch in diese Richtung deuten, ruft Ihr Euer Abbruchsignal und zitiert den Hund zu Euch zurück!

Wenn Ihr daran vorbei gegangen seid, müsst Ihr damit rechnen, dass der Vierbeiner nach hinten weg rennen will. Also wieder das Abbruchsignal einsetzen und heran rufen.

Dann muss der Hund eben ein Stück an der kurzen Leine geführt werden damit er sich den Kot nicht einverleibt.
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Montag, 13. März 2017 - 17:22 Uhr

Wie stelle ich mich einem fremden Hund richtig vor?

Mit seinem Hund lernt man jede Menge Menschen kennen. Mitunter allein deshalb weil jemand unseren Hund besonders schön findet und gerne mal das lange Fell streicheln möchte.

 

Doch man kann ja nicht einfach zu dem fremden Hunde hin gehen und ihn an grabschen! Also... wie stellt sich eine fremde Person richtig bei dem Hund vor?

 

Ein ganz altes Märchen besagt, dass man dem Hund den Handrücken vor die Nase halten soll damit er daran riechen kann.

- So hat man ganz schnell die Zähne in der Hand weil sich der Hund bedrängt fühlt.

- Hunde haben so ein gutes Riechvermögen, dass er uns auf weite Entfernung riechen kann. Dazu muss man ihm nicht die Hand vor die Nase halten!

- Bei dieser Vorgehensweise beugen sich sehr viele Erwachsene nach vorne über was dann dazu führt, dass der Vierbeiner sich erst recht bedroht fühlt und rückwärts weg geht.

 

 

SO kann es also nicht gehen.

 

Viel besser ist, dass sich erwachsene Personen in die Hocke begeben, tendenziell vom Hund weg gewendet und am besten mit Leckerchen bewaffnet.

+ Der Hund traut sich so weit an die fremde Person heran wie er Vertrauen aufbringt.

+ Der Hund wird nicht bedrängt.

+ Der Hund geht mit Neugier auf die fremde Person zu weil er Futter riecht und wird für die Annäherung belohnt.

+ Kinder können auf den Schoß der erwachsenen Person Platz nehmen und bedrängt den Hund ebenfalls nicht.

+Will der Hund keinen Kontakt haben, wird er einfach nicht näher kommen und der Freiraum für beide Parteien wird gewahrt.

 

Auf diese Weise werden Beißvorfälle vermieden!

Vor allem wenn Kinder einen Hund streicheln möchte, sollten sie sich bei einem Erwachsenen auf den Schoß setzen weil sie aufgrund von Faszination dem Hund direkt in die Augen schauen möchten.... Dies führt zu Missverständnissen zwischen Kind und Hund und kann eine Attacke des Hundes auslösen.


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Montag, 6. März 2017 - 10:49 Uhr

Das Problem ist nicht das Problem. Das Problem ist Deine Einstellung zu dem Problem! (Jack Sparrow)

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Hundebegegnungen, die schief laufen, gehen nur deshalb schief weil wir uns zu sehr auf das Problem fokussieren und dabei die Kontrolle über unseren Hund verlieren.

Sehr oft müssen wir erst an der allgemeinen Erziehung arbeiten um dann an das eigentliche Problem, Theater während der Hundebegegnung,gehen zu können.

So ist es zum Beispiel dazu gekommen, dass die Hunde erst im Komm- oder Leinenfühigkeitskurs lernen die gegebenen Kommandos sicher auszuführen. Und dann kommt aus weiter Entfernung ein anderer Hundebesitzer mit seinem Vierbeiner und der Kunde ist nicht mehr in der Lage seinen Hund zu führen.

Wenn wir darauf hinweisen, dass der Hund seine Anweisung nicht mehr durchführt, bekommen wir zur Antwort "Da hinten kommt ein anderer Hund, deshalb kann er nicht hören." ..... Wir schauen uns um und stellen fest, dass der andere Hund ist 200 Meter weit weg ist! Also erfolgt in recht fordernder Stimmlage "Hör auf den anderen Hund anzuglotzen und kümmere Dich darum, dass Dein Hund sein Kommando ausführt."

Und in diesem Satz steckt die Lösung des Problems: Wir Menschen sind viel zu sehr damit beschäftigt uns Gedanken über das Problem "Da kommt ein Hund" zu machen. Durch unseren ständigen Blickkontakt zu dem anderen Hund machen wir unseren Hund darauf aufmerksam, der dann natürlich auch denkt "Wenn Herrchen oder Frauchen immer wieder zu dem anderen Hund gucken, dann muss der super interessant sein."
Genau in dieser Sekunde agieren Hund und Halter nicht mehr als Team :( .

Ihr werdet nun denken "Aber wie soll es stattdessen aussehen?"
Bis der fremde Hundebesitzer da ist, dauert es noch lange. Also bleiben wir mit unseren Gedanken bei UNSEREM Hund und achten darauf, dass er den abgegebenen Befehl durchführt. Während sich der Fremde nähert, geben wir in kürzeren Abständen Belohnungen um die Einhaltung des Befehls zu bestätigen.... Die Situation wird ja permanent schwieriger.

Wenn man selbst bei sich merkt, dass man total nervös ist, gibt man seinem Hund einen auflösenden Befehl. So können wir entweder die bisherige gute Leistung mit Spiel auflösen und uns quer zu den anderen entfernen oder wir warten einfach ab bis unser Hund wieder ansprechbar ist und üben anschließend weiter.

- Hört auf Euch auf das Problem zu konzentrieren!
- Bleibt im Hier und Jetzt!
- "Weil der andere da hinten läuft" ist keine ausreichende Begründung um dem eigenen Hund Fehlverhalten durchgehen lassen zu dürfen.
- Ihr müsst ruhig und relaxt bleiben.
- Spannt nicht automatisch die Leine stramm an!
- Konzentriert Euch auf die Lösung, dann behaltet Ihr die Kontrolle.


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Mittwoch, 1. März 2017 - 14:39 Uhr

Hilfe, mein Hund bellt nicht wenn er raus muss!

Der Welpe ist nun schon 2 Monate in seinem neuen Zuhause und man wundert sich, dass noch immer Pipiunfälle im Haus passieren. Oft werden wir während den Gruppenkursen dann gefragt "Ist mein Hund noch normal? Der bellt nicht wenn er raus muss und verzieht sich dann lieber irgendwo hin wo ich ihn nicht sehen."

 

Ja, das ist normal. Jeder Hund hat eine kleine .... nennen wir es Macke... mit der er anzeigt, dass die Blase oder der Darm drückt.

Da Hunde hauptsächlich körpersprachlich kommunizieren, wählen sie also als Anzeichen kein lautes Bellen sondern die immer gleiche Handlung um uns quasi ein "geheimes Zeichen " für das Verrichten der dringenden Geschäfte zu signalisieren.

 

Es ist viel zu umständlich Eurem Hund erst beibringen zu wollen, dass sie bellen und jammern sollen um dann in den Garten gelassen zu werden.

 

Man muss nicht den ganzen Tag "Hunde-TV" glotzen um das Signal festzustellen. Schaut immer mal wieder im Augenwinkel was der Vierbeiner da macht und bei der Tendenz zur Tür oder Schnüffeln am Boden ist das Startsignal für Euch mit dem kleinen Liebling raus zu gehen.


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Hundezentrum Nguyen ♦ Bianca Nguyen-Ott ♦ Hirschbachweg 53 ♦ 64846 Groß-Zimmern

Tel.: 0176-47338772 ♦ Email: info (at) hundezentrum-nguyen.de