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Freitag, 28. Juli 2017 - 07:38 Uhr

Wenn man mit einem schlauen Hund zusammen lebt.....

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Unsere Oma Gisela, die auch unter dem Namen Cimba bekannt ist, wurde akut von Langeweile geplagt.

Die königliche Hoheit wanderte durch die Gemächer, wurde jedoch jeh von der Ministerin für Finanzen und Ernährung unterbrochen. Das frustrierende an dieser Angelegenheit war, dass dieser Frust nun dem Magen von Oma Gisela gar nicht bekommen ist und so schlich sie sich heimlich in die Vorratskammer.

Die Ministerin für Finanzen und Ernährung hatte schon viele Monde zuvor dafür gesorgt, dass Cimbas Essensvorräte durch besondere Maßnahmen vor Plünderungen geschützt werden. Dies hatte leider dann auch zur Folge, dass die Hauptkonsumentin ihrer plötzlichen Verhungerungsattacke nicht nachgehen konnte.

Doch mit ihren 15 Jahren und dem blitzgescheiten Verstand weiß sich die Hundeseniorin zu helfen. Zu allem Überfluss konnte die betagte Dame auch ihre bei der Feinstoffsuche erworbenen Fähigkeiten nutzen und hat eine ganz empfindliche Schwachstelle der Ministerin entdeckt: die Blutwurst eines ganz bestimmten Metzgers aus den Mindener Landen.

Die Gisela ist auf das Regal geklettert, hat sich das verschlossene Wurstglas am Gumminippel vorsichtig herunter gehoben.
Irgendwie hat sie es geschafft das Glas in einem Spalt zwischen neuem Badezimmerschrank und Vorratsregal einzuklemmen um weiterhin am Gummi zu ziehen bis der Deckel herunter springt.

Ganz genüsslich hat sich die Gisela an der Blutwurst vergriffen und kam mit einem zufriedenen Gesichtsausdruck ins Wohnzimmer stolziert um sich abschließend wohlwollend über die Lefzen zu lecken und sich zu einem ausgedehnten Mittagsschläfchen zu betten.

Wer will unbedingt einen schlauen Hund?


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Donnerstag, 27. Juli 2017 - 07:35 Uhr

Hilfe mein Hund hat plötzlich entsetzliche Schmerzen und ich weiß nicht was er hat!

Wir bekamen schon mehrere Anrufen und Nachrichten von Kunden aus deren Urlaub weil sie über Nacht einen Vierbeiner mit schlimmen Schmerzen haben.

In der ganzen Hektik versuchen wir herauszufinden was denn eigentlich passiert ist. "Ja, nix ist passiert, mein Hund ist ganz normale ins Auto rein und raus gesprungen, der ist nirgends dagegen geknallt und hatte auch keine Beißerei! Wir hatten gestern so einen schönen Tag am Strand und jetzt DAS."

 

Bei genauerem Fragen finden wir dann dies heraus: 
- Hund und Besitzer waren den ganzen Tag aktiv
- Hund hatte viel Spaß im Wasser und konnte meistens vom Schwimmen im Meer oder See nicht genug bekommen
- Der Hund will nicht mehr aufstehen und schreit laut auf vor Schmerz
- Es kann sogar sein, dass der Hund nach seinen Besitzern geschnappt hat
- Haben die Besitzer den Hund endlich unter Schmerzensschreie dazu gebracht aufzustehen, will sich der Hund nicht bewegen.
- Die Rute hängt schlapp runter

 

Als Hundetrainer kann man dann nicht viel helfen, denn das Einzige, das ihr dann machen müsst: so schnell wie möglich in der nächsten Tierklinik oder beim Tierarzt anrufen und fragen, ob ihr wegen einer WASSERRUTE einen Termin bekommen könnt.

 

Es ist noch nicht zu 100% geklärt wodurch die massiven Schmerzen der Rute hervorgerufen werden, doch es sind immer Gemeinsamkeiten bei den betroffenen Hunden: Baden in Wasser oder auch sehr anstrengendes Jagen.

Die Schmerzen kann man vergleichen mit einem Bandscheibenvorfall beim Menschen.

 

Wie Ihr die Wasserrute vorbeugen könnt?
Zügelt Eure Hunde in der Nähe von Wasser wenn Ihr am Strand seid. Es ist ja toll, dass Euer Hund am Hundestrand so viele Spielkameraden zur Verfügung hat und sie dort nach Herzenslust so oft wie möglich ins Wasser hinein rauschen und schwimmen können, aber die ungewöhnlich hohe Belastung erzeugt die Schmerzen. 
Das ist nicht einfach nur Muskelkater! Das sind richtig heftige Schmerzen, die nur durch Einsatz von richtigen Schmerzmitteln einigermaßen Linderung verschaffen können.

 

Also... Schwimmen und Spielen in Maßen! Dann kann nix passieren.


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Montag, 24. Juli 2017 - 07:28 Uhr

Bist Du jemals einkaufen gegangen mit einer Liste Das will ich nicht... ?

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Bildquelle: https://www.facebook.com/glucksschmiede/ 

 

Das gilt ebenso für das Leben mit Hund und das Beseitigen von Fehlverhalten.

Wenn Du die ganze Zeit darüber nachdenkst "Ich will nicht, dass mein Hund Artgenossen anbellt.", dann verändert sich nichts. Du beschäftigst Dich die ganze Zeit mit dem Problem. Dein ganzen Leben dreht sich darum.

Stattdessen solltest Du denken und Dir vorstellen "Ich will, dass mein Hund ruhig und auf mich konzentriert an anderen Hunden vorbei geht." Jetzt hast Du Dir ein Ziel gesetzt, das Du erreichen willst und machst Dir Gedanken über die verschiedenen Arten der Lösung.

 

Gleiches gilt für "Ich will nicht mehr, dass mein Hund an der Leine zieht." Du stellst das Problem in den Vordergrund. Besser wäre "Ich will, dass mein Hund an durchhängender Leine neben mir läuft."

 

Die Perspektive macht so viel aus! 

 

Ist das Glas halb leer oder halb voll?

Über welches Problem denkst Du oft nach bei dem Du umdenken musst?


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Montag, 17. Juli 2017 - 12:52 Uhr

Befehle wie Gummi

Lasst Euch doch bitte mal während Ihr übt von Euren Kindern mit dem Handy filmen.

So habt Ihr die Kinder beschäftigt und könnt gleichzeitig mit dem Hund üben.

Und zwar gibt es pauschal für alle Hausaufgabe: Wie sagst Du zu Deinem Hund das Kommando?

Immer öfter hören wir nämlich, dass die Befehle ewig lang gezogen werden als wären sie Gummi und wenn dann endlich mal der Hund das macht was er soll, kommt ein "so ist fein" obwohl der Vierbeiner sich total desinteressiert zeigt und mit einem Gesichtsausdruck seine Besitzer ansieht, der sehr demonstrativ aussagt "Dann mache ich das halt".

 

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Durch dieses "Siiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitzzzzzzzzzzzzzzzzzz" oder "Pllllllllaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaattttttttzzzzzzzzzzzzz" diskutiert Ihr die Hunde in die Position und belohnt hinterher auch noch eine widerwillige Einstellung. Euch muss bewusst werden, dass Ihr eine Schlechtleistung belohnt!
Würde Euer Chef Euch auf der Arbeit eine Belohnung zukommen lassen wenn Ihr immer durch ihn hindurch schaut, nicht richtig hin hört und ihn dann auch noch vollkommen gelangweilt bis mürrisch anseht weil er mit Euch im selben Raum ist?
Wie würdest Du Dich fühlen, wenn das Dein Partner oder Kind machen würde?
Richtig, da sagt Ihr "Nö, so nicht. das ist respektlos."

Schaut Euch das Video an, ob Ihr auch die Befehle zieht und Euch von Eurem Hund respektlos behandeln lasst.

Wie man dagegen arbeitet?
Nehmt es nicht zu persönlich! Solange Euer Hund Euch so behandelt, zieht Ihr Euch von ihm zurück. Das bedeutet, dass Ihr Euch weniger um ihn kümmert, nicht mehr so oft anseht, weniger Ansprache schenkt, so eine Leistung nicht mit Lob oder Leckerlis bestätigt und erst wieder das liebe Menschlein werdet wenn der Hund knackig und sofort die Befehle ausführt bzw. Euch endlich wieder ansieht.

Ihr müsst nicht super brutal und körperlich werden. Ein einfaches, in enttäuschter bis missachtender Stimmlage "Schlecht" kündigt an, dass Ihr so nicht mit dem Hund zusammen arbeitet und Euch zurück zieht.
Kämpft nicht darum, dass Euer Hund Euch ansieht! Lasst dem Hund ein bißchen "Freiraum" um zu überlegen was da gerade schief läuft und Ihr nicht so funktioniert wie immer. Das "Tier" wird gucken und schleimen. Garantiert!


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Donnerstag, 13. Juli 2017 - 06:22 Uhr

Neulich auf dem Spaziergang....

Als wir mit Emma und Zookie unterwegs waren, trafen wir eine andere sehr nette Hundebesitzerin, die so freundlich war uns mal nicht anzumeckern weil die Mädels bei Hundebegegnungen grundsätzlich an die Leine kommen.

Die Dame hat ihren Hunde auch immer bei einer Hundebegegnung an der Leine weil ihr Rüde schon mehrfach gebissen wurde und sie erst abklären möchte, ob der andere Hund ein Hans Dampf ist oder auch mit einem Geknurre zurecht kommt.

Natürlich ist diese Vorgehensweise vollkommen legitim!

 

Ich habe gefragt warum es zu den Auseinandersetzungen gekommen ist und sie beschrieb erst alle chronischen Krankheiten ihres Vierbeiners und dass er dauerhaft unter Schmerzmitteln steht und trotzdem schnell humpelt wenn er zusammen mit einem anderen Hund rennt oder er von anderen Hunden blöd angerempelt wird.

Ich zitiere sie mal ganz kurz "Die anderen Hunden meinen es ja nicht böse wenn sie ihn an der Hüfte anschubsen, die wollen ja, dass er sich bewegt. Aber beide Hüftgelenke sind kaputt und das tut ihm dann weh. Dann gibt es wieder Hunde, die drücken mit ihren großen Pranken vorne auf seinen Rücken, aber weil bei meinem Rüden ausgerechnet auch noch DIE Schulter kaputt ist, flippt er aus wenn ein anderer Hund ihn da in der Nähe berührt."

 

Mir sind die Gefühle durch gegangen und es kam aus mir raus geplatzt:
Hunde sehen doch, dass er mehrere Handicaps hat und nutzen das aus.
Die sind nicht so freundlich und nehmen bei einem fremden kranken Hund besonders viel Rücksicht, im Gegenteil! "Der hat ein Problem? Dem kann ich eins rein würgen weil ich nämlich fitter bin."

Dieses Szenario haben wir selbst mit unserer Anna erlebt.

 

Während einem Spaziergang mit einem weiteren Goldie sind wir auf eine Hundebesitzerin aus unserer Nachbarschaft getroffen, die mit ihrem Landseer und ihrer rumänischen Mischlingshündin unterwegs war.

Der Landseer Rüde hatte schon sehr früh äußerst viel Interesse an der kastrierten Anna gezeigt, die zu diesem Zeitpunkt bereits massive Probleme mit ihrem rechten Hüftgelenk hatte und nicht mehr so schnell zu Fuß war. Der Rüde wurde ein Mal zurecht gewiesen und anschließend widmete sich das Frauchen ihrer Hündin, unserer Begleiterin und dem anderen Goldiemädchen.

 

Leider hat keiner der anderen mitbekommen, dass der Landseer sich so positioniert hat, dass er direkt zwischen mir und Anna stand, sie erst vor sich her geschoben hat und dann auch noch eine seiner Vorderpfoten hob um sie auf Annas Becken zu platzieren.

 

Anna unterdessen ist mit der Hinterhand zusammen gebrochen und es sah aus als wäre sie im "Sitz". Blitzschnell hatte ich dem Rüden ans Ohr gegriffen um ihn in der Vorwärtsbewegung zu unterbrechen.

Leider war sein Frauchen nicht begeistert, dass ich ihren Liebling gemaßregelt habe (ja, der jammerte sehr laut und ich habe erst losgelassen als er von meiner kranken Hündin weg gegangen ist) und seit diesem Zwischenfall wurde für viele Monate nicht mehr gegrüßt geschweige denn Blickkontakt hergestellt.

 

Hunde sind leider keine Kuscheltiere.
Sie nutzen Schwächen von anderen für sich aus, auch wenn es nur für eine Sekunde des Aufpolierens des Selbstbewusstseins ist.

 

Wenn Du einen chronisch kranken Hund hast, musst Du ihn davor beschützen, dass er von Artgenossen gemobbt wird!
Fremde Hunde halten extra auf die Stellen drauf, die Deinem Hund weh tun!

Wir haben im eigenen Rudel erlebt, dass die gesunden Hunde versucht haben den chronisch kranken Hund zu mobben und aus dem Rudel auszuschließen. Das passiert wirklich!

 

Ihr könnt Euch nicht immer darauf verlassen, dass die anderen Hunde sich zurück nehmen wenn Euer Hund sagt "Das tut mir weh."

 

Euer Hund darf knurren wenn ihm etwas nicht passt - egal, ob es weh tut oder nicht. Er darf eine Grenze setzen und sagen "Hör auf!"

 

Nicht der, der als erstes geknurrt hat, ist der Schuldige!
Wenn der andere Hunde weiter macht oder es als Affront empfindet eine Grenze aufgezeigt zu bekommen, ist eine Auseinandersetzung unumgänglich.

 

Am besten wäre wenn der andere Hundebesitzer seinen Hund ausbremst und zügelt, aber das tun viele nicht. Also müsst Ihr als Besitzer des kranken Hundes dafür sorgen, dass Euer Hund nicht weiter bedrängt wird.


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Hundezentrum Nguyen ♦ Bianca Nguyen-Ott ♦ Hirschbachweg 53 ♦ 64846 Groß-Zimmern

Tel.: 0176-47338772 ♦ Email: info (at) hundezentrum-nguyen.de