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Freitag, 16. Februar 2018 - 07:03 Uhr

Aber das ist immer so bei uns, darüber kann sich der Hund nicht aufregen

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Wenn es im Rudel knallt, können allgemeine Unstimmigkeiten der Grund sein!

Stellt Euch mal vor, jeden Morgen vergisst Euer Mann die Zahnpastatube wieder zu verschließen und an ihren Platz zu stellen. 
Und das seit 3 Jahren. Wie oft hast Du ihn schon darauf hingewiesen? Und wie oft hast Du die unschönen Ränder der offenen Zahnpastatube weg wischen müssen? 
Wie oft bist Du deshalb schon explodiert?

Solche Dinge gibt es natürlich auch zwischen Hunden.
Jeder von uns und jeder der Hunde hat eine Macke, die die anderen stört. 
Für einen gewissen Zeitraum kann man über diesen Makel hinweg sehen, doch jeden Tag füllt sich das Fass um einen Tropfen.

Irgendwann ist das Fass voll und es kommt zur Exposion. Während wir Menschen schreien und vielleicht Gegenstände aus Wut werfen um sich aus Frust Luft zu machen, setzen Hunde ihre Zähne ein.

Klar denkt man als Hundebesitzer "Wieso ist denn DAS jetzt passiert?", denn es ist ja jeden Tag so. Aber warum explodieren wir dann wenn unser Partner bloß die Zahnpasta offen stehen lässt? 
Auf den ersten Blick erscheint es eine Banalität. Doch wenn wir das Leben genauer betrachten, dann ist nicht nur diese Kleinigkeit der Auslöser. Es sind mehrere Kleinigkeiten, die einem die Nerven aufs Äußerste anspannen. Kommt dann noch etwas oben drauf, dann reicht es aus um einen enormen Emotionsausbruch zu entzünden.
Ändert sich nach dem Streit nichts, dann treten die Auseinandersetzungen immer öfter auf.... bis es irgendwann zur Trennung kommt.

Nur weil es jeden Tag so ist, bedeutet es nicht gleichzeitig, dass alles in Ordnung ist. Manchmal muss man etwas ändern damit es eben nicht mehr knallt.


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Mittwoch, 14. Februar 2018 - 06:58 Uhr

Meiner macht nix, der guckt doch nur!

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In den Erziehungsgruppen gab es eine Situation über die man schmunzeln kann. Das Herrchen von Rottweiler Rambo hatte Mitleid in der Stimme als er von seinen Hundebegegnungen erzählte: "Ach die armen Leute. Egal, wem wir begegnen, die anderen Hunde sind sowas von aggressiv und springen in Richtung Rambo wenn die an uns vorbei gehen! Und mein Rambo, der ist ganz vorbildlich ruhig und beobachtet die anderen bloß."

 

Wenn Du Deinen ersten Hund hast, würdest Du genau in dieser Situation denken "Mein tobender Hund ist total asozial und eine Bestie. Ich muss ihm das Bellen abgewöhnen." Ehrlich gesagt: NEIN, Dein Hund ist vollkommen normal.

Die Art wie Rambo andere Hunde anschaut ist nicht gut. Er fixiert, provoziert und fordert andere heraus. 

 

Nur weil ein Hund ruhig ist, bedeutet es nicht gleichzeitig, dass er unschuldig ist!

 

Du musst also darauf achten WIE Dein Hunde fremde Artgenossen ansieht. Natürlich gilt dies auch umgekehrt: Schau Dich um und bewerte wie sich fremde Hunde verhalten.

 

Es ist wichtig wie viel Spannung im Gesicht und im Körper vorhanden ist. 

 

Auch die Position der Rute, ob sie still gehalten wird, wie hoch sie getragen wird oder ob sie weit ausschweifend wedelt zeigt an was Dein Hund gerade denkt und welches Ziel er verfolgt.

 

Hunde kommunizieren bereits auf weite Distanzen und über mehrere Tage hinweg. Die Orte wo ein Haufen abgesetzt, an welchen Ecken und in welcher Höhe Urin hinterlassen wird, wo andere Hunde entlang gehen. Diese Informationen liegen über lange Zeiträume sowohl in der Luft als auch auf dem Boden.

 

Wenn Ihr das nächste Mal mit Freunden ausgeht, dann sagt mal gar nichts. Beobachtet einfach nur die Menschen im Lokal und Ihr werdet herausfinden wie Kommunikation ohne Worte auch unter Menschen funktioniert. Hunde sprechen hauptsächlich nonverbal. Sie nutzen nur ihren Körper, die Art wie sie schauen, wie sie sich bewegen, drehen, hinstellen, wohin sie schauen, wie sie die Augen und Ohren bewegen, wie sie atmen.

 

Nur weil ein Hund ruhig ist, heißt es wirklich nicht, dass es nichts macht. Das WIE ist entscheidend.


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Montag, 12. Februar 2018 - 07:52 Uhr

Mein Hund ist aggressiv wenn ich fremde Hunde streichele

Mein Hund ist total aggressiv wenn ich einen fremden Hund streichele. Wie kann ich das ändern?

 

Am besten lässt man den Hund so wie er ist und ändert die eigene Einstellung.

 

Nun mal ganz ehrlich Mädels.... 
Wie findest Du es wenn sich Dein Mannes nach einer fremden Frau umdreht, ihr sagt wie hübsch sie ist und dann setzt sich diese Dame bequem auf seinen Schoß? Wie fühlst Du Dich wenn diese Frau dann auch noch anfängt mit Deinem Mann zu flirten und er erwidert es? Vielleicht denkst Du Dir... naja, das ist nur verbalens flirten... 

 

Aber was, wenn er ihr jetzt durch die langen wallenden Haare streicht oder streicht ihr sanft über die Wange? 

 

Also ich würde jetzt total ausflippen.

Als erstes bekommt die Trulla eine Schubs, dass sie rückwärts vom Schoß plumpst und dann bekommt mein Mann einen Einlauf verpasst, dass er sich das nie wieder leistet sonst ist die Beziehung beendet.

 

Und Du erwartest von Deinem Hund, dass er seelenruhig bleibt während Du einem fremden Hund Liebe, Nähe und Aufmerksamkeit schenkst?


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Mittwoch, 7. Februar 2018 - 09:54 Uhr

Wie kann ich meinem Hund das Bellen abgewöhnen?

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"Wie kann ich meinem Hund das Bellen abgewöhnen?" ist eine immer öfter gestellte Anfrage von Kunden.

In diversen Gruppen wird dann diagnostiziert, dass der Hund nur deshalb bellt weil man als Hundeführer nicht genug Führungskompetenz zeigt. Dies soll dadurch beseitigt werden indem man das Bellen sofort mit Hilfe von körperlichen Maßregelungen abgestellt wird.

Doch ist das wirklich DAS Heilmittel? NEIN

Fragt Euch: WARUM bellt mein Hund?

Bellt er weil er den Artgenossen herbei ruft?
Bellt er weil er es ganz doof fand, dass der andere Euer Gartentor oder Auto markiert hat?
Bellt er weil er Angst hat?
Bellt er weil er schon vorher so viele Außenreize bekommen hat, dass ihm die Nerven durchknallen?
Bellt er weil er jemandem von Eurem Eigentum fern halten möchte?

Bei jeder dieser gestellten Fragen ist ein anderer Hintergrund, ein anderes Motiv das Treibmittel für das Bellen. Die Lösungen können vollkommen konträr sein weil die Beweggründe einfach vollkommen unterschiedlich sind. Daher ist es nicht gut dem Hund für das Bellen eine schallende Ohrfeige zu verpassen und zu denken bei einem ruhigen Hund ist alles gut.

Ein guter Rudelführer erkennt warum sein Hund bellt. 
Wenn ein guter Rudelführer es nicht im Vorhinein erkennen kann, dann analysiert er die Situation und überlegt sich wie er das nächste Mal das Problem lösen könnte.


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Montag, 5. Februar 2018 - 09:56 Uhr

Du musst Deinen Rüden unbedingt kastrieren sonst....

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Du musst Deinen Rüden unbedingt kastrieren sonst....

- kannst Du ihn bald nicht mehr händeln.
- wird er aggressiv.
- hört er gar nicht mehr.
- kannst Du gleich mit der Erziehung aufhören.
- zeugt er zig Nachkommen.
- hat er nur Weiber im Sinn und konzentriert sich nicht.

Ach herrje sind das Ammenmärchen!

Es gibt einen Grundsatz: Das Skalpell ersetzt niemals Erziehung!

Übersetzt bedeutet es, dass Ihr Euch nicht verrückt machen dürft wenn Euch jemand eines der oben aufgeführten Märchen erzählen will.

Ein Rüde wird nicht automatisch aggressiv nur weil er noch intakt ist. Ein älter werdender Hund besinnt sich auf die wesentlichen Dinge, die ihm wichtig sind. Und er darf durchaus signalisieren, dass er mit nervigen jungen Hüpfern nichts zu tun haben möchte.

Ob ein Rüde Kommados ausführt hat überhaupt nichts mit dem Vorhandensein von Hoden zu tun. Die Kunst ist, dass man als Führungsperson überzeugend genug ist.

Wenn man sich im Hunde-Gassigebiet auf eine Bank setzt und Hundebesitzer beobachtet, dann fällt oft auf. dass die meisten Menschen gar nicht oder im falschen Moment einfordern, dass ihr Vierbeiner sich konzentrieren soll.

Da schreit eine Dame "Ist das ein Rüde oder eine Hündin?" Die andere Hundebesitzerin ruft zurück "Meine ist eine verträgliche Hündin.", was hingegen von der mittlerweile mit aller Kraft an der Leine bremsende erste Dame stöhnend beantwortet wird mit "Dann kann ich das gleich vergessen was zu meinem zu sagen, der hört nie wenn Hündinnen irgendwo zu sehen sind." Und als nächstes darf der ziehende Rüde mit der Hündin Kontakt aufnehmen.

Merkwürdig ist allerdings, dass genau dieser Rüde das gleiche Verhalten auch bei anderen Rüden zeigt. Nur Frauchen ändert ihr Verhalten. Bei Rüden fordert sie lautstark ein, dass ihr Vierbeiner aufhören soll sich in die Leine zu hängen. Und jetzt wird ihr Rüde wild, fängt an zu hüpfen und weil Frauchen jetzt immer forscher, vehementer und auch lauter auf ihren Hund einwirkt. Schlussendlich beginnt der Rüde zu bellen, denn er ist frustriert. Gerade eben durfte er zu der Hündin Kontakt aufnehmen und jetzt zu dem nahenden Rüden plötzlich nicht.

Was das eigentliche Problem ist: Dieser Hund wurde überhaupt nicht darauf vorbereitet auch dann Kommandos auszuführen wenn ein fremder Hund in der Nähe ist.

Dieser Hund ist nicht aggressiv weil ein Rüde vorbei gegangen ist. Er ist frustriert weil Frauchen ihm den Kontakt verwehrt hat. Er ist es gewohnt anders behandelt zu werden.

Dieses Problem wird sich trotz Kastration nicht verändern!


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Freitag, 2. Februar 2018 - 07:47 Uhr

Wenn Hilfsmittel beim Hund bestimmte Verhaltensweisen auslösen

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Ist Dir schon mal aufgefallen, dass sich Dein Hund immer super dolle freut wenn Du ihm sein Halstuch anzieht weil es anschließend zu "Oma und Opa" geht und es dort Leckerchen regnet? Immer, wenn Du das Halstuch aus der Schublade holst, weiß Dein Hund bereits, wo es hin geht und welche Personen er treffen wird.

Ziehst Du das gleiche Halstuch an wenn Du ausnahmsweise auf ein Fest wie Kerb, Weihnachtsmarkt oder Winzerfest gehen willst, dann hat Dein Hund die Erwartungshaltung, dass Ihr zu "Oma und Opa" fahrt, die ihn ja immer mit besonderen Leckereien überhäufen. Doch plötzlich steht er ganz woanders! Nach einer halben Stunde merkt Dein Hund, dass Oma und Opa nirgends zu sehen oder zu riechen sind, stattdessen laufen unzählige Fremde wild durcheinander, schubsen Deinen Hund an oder streicheln ihn einfach ungefragt. Niemand gibt auch nur einen Leckerbissen, stattdessen bekommt der Vierbeiner einen Anraunzer weil er versucht das gut duftende Stück Currywurst auf dem Boden zu erreichen.

2 Wochen später holst Du das gleiche Halstuch aus der Schublade und stellst fest "Mein Hund freut sich ja gar nicht mehr, der schaut mich total verschüchtert an!". Tja, das Halstuch kündigt nicht mehr die tollen Besuche bei Oma und Opa an. Das steht gleichzeitig für emotionalen Stress und eine Situation, die stark belastend war.

Du benutzt für das Mantrailing immer ein Geschirr? 
Nun, dann kündigt das Anziehen des Geschirrs an, dass gleich die Suche nach einer Person beginnt. Das bedeutet bereits nach 2 Trainingseinheiten mit einem Junghund, dass Dein Hund "AN" geschaltet wird und somit auch die Freigabe hat an der Leine zu ziehen um Gerüchen zu folgen.

Um bei tollem Wetter eine Runde mit dem offenen Cabrio zu fahren ziehst Du Deinem Hund immer eine Sonnenbrille auf? Dann weiß Dein Liebling sofort, dass Ihr offen fahrt und er seine Ohren im Fahrtwind flattern lassen kann.

Wenn es zum Hundebegegnungskurs geht, steckst Du Dir immer die Superbelohnung ein? Dann darfst Du Dich nicht wundern wenn Dein Hund die Sau raus lässt weil Du beim "privaten" Spaziergang die Superbelohnung nicht einstecken hast. Wenn Du im normalen Leben ein anderes Verhalten an den Tag legst als in den Übungsstunden, dann bist Du während dem Training für ihn endlich mal die Führungsperson, die er braucht und in den Alltagssituationen frustriert ihn, dass seine Leistung nicht angemessen gewürdigt wird.

Holst Du Deinen Koffer aus dem Keller weil Du für mehrere Tage auf Dienstreise gehen musst und Dein Hund wird am nächsten Tag in die Hundepension gesteckt, so wird der Vierbeiner sich beim Anblick des Koffers nicht wohl fühlen weil er weiß "wir werden jetzt getrennt".

Du musst Dir bewusst werden welche Rituale Du durchführst um Deinen Hund nicht zu enttäuschen. 
Wenn Du die Botschaft hinter diesem Beitrag noch nicht ganz verstehen kannst: 
Stell Dir vor, Du bekommst immer in einem blauen Umschlag den Aufenthalt in einem tollen Wellnesshotel geschenkt. Auf den Bildern der Broschüre siehst Du frisches Obst, eine reichhaltige Buffettheke, wunderschöne Zimmer, einen ansprechenden Wellnessbereich und wenn Du dort bist, bekommst Du die beste Massage Deines Lebens.

Das muss Dir nur 2 Mal geschenkt werden und beim dritten blauen Umschlag denkst Du sofort wieder an dieses eine Wellnesshotel in dem alles perfekt war. 
Du setzt Dich voller Vorfreude ins Auto und siehst Dich in Gedanken bereits auf der Massageliege. Als Du aus dem Auto steigst, stehst Du vor einer herunter gekommenden Bruchbude. Die Zimmer sind so versifft, dass Deine Schuhe am Boden kleben, die Betten sind nicht gemacht, vom Vorgänger steht noch das dreckige Geschirr auf dem Nachttisch und ob das Bad schon gereinigt wurde, weißt Du nicht. Es ist so schlimm, dass Du sofort wieder nach Hause willst.

Was wirst Du beim nächsten blauen Umschlag denken?

Hunde verknüpfen unsere Verhaltensweisen und die verwendeten Hilfsmittel mit den danach kommenden Folgen. 
Hilfsmittel aus dem Sport sollten daher nur für den Sport verwendet werden.

Um bereits erlernte Sachen nicht kaputt zu machen, solltest Du Deine Hilfsmittel nicht kreuz und quer einsetzen!


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Hundezentrum Nguyen ♦ Bianca Nguyen-Ott ♦ Hirschbachweg 53 ♦ 64846 Groß-Zimmern

Tel.: 0176-47338772 ♦ Email: info (at) hundezentrum-nguyen.de